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Ablauf

Das zu erprobende Validierungsverfahren orientiert sich an den Prozess-Schritten der EU-Ratsempfehlung zur Validierung non-formalen und informellen Lernens:

  • Identifikation
  • Dokumentation
  • Bewertung
  • Zertifizierung

 

In der Erprobungsphase werden die Prozess-Schritte wie folgt durchgeführt:

Information und Beratung (Identifikation):

Zuerst erhalten interessierte Personen im Rahmen eines Beratungsgesprächs Informationen zum Verfahren, zu den Dokumenten, die für das Verfahren benötigt werden sowie Unterstützung bei der Auswahl des passenden Referenzberufs. Der Referenzberuf entspricht einem Berufsabschluss. Im weiteren Verfahren wird bewertet, inwieweit die Kompetenzen der Person ausreichen, den gewählten Referenzberuf auszuüben.

Dokumentation:

Um sich einen ersten Überblick über die vorhandenen Kompetenzen zu verschaffen, füllt die interessierte Person einen Bilanzierungsbogen aus. Der Bilanzierungsbogen ist eine Art Lebenslauf und soll einen Überblick über alle berufsrelevanten Kompetenzen geben, die im Berufsalltag, bei Aus- und Weiterbildungen sowie in der Freizeit erlernt wurden.

Anschließend reflektiert die interessierte Person mithilfe eines Selbsteinschätzungsbogens ihre erworbenen Kompetenzen mit Bezug auf den gewählten Referenzberuf. Unterstützung zum Ausfüllen der Dokumente erhält die Person während der Beratung.

Bewertung:

Sobald alle Dokumente ausgefüllt sind, stellt die Person einen Antrag, um am Validierungsverfahren teilnehmen zu können. Die Antragsunterlagen werden anschließend von der Kammer ausgewertet. Ziel der Auswertung ist die Feststellung, in welchen Tätigkeitsbereichen des Referenzberufs eine Fremdbewertung durchgeführt werden soll.

Die Fremdbewertung wird durch Berufsexpertinnen und Berufsexperten durchgeführt. Bei der Fremdbewertung können verschiedene praxisorientierte Instrumente zum Einsatz kommen. Dazu gehören die Arbeitsprobe, das Fachgespräch oder auch die Probearbeit im Betrieb.

Das Ergebnis der Fremdbewertung wird an die zuständige Kammer übermittelt.

Zertifizierung:

Abhängig vom Ergebnis des Verfahrens stellt die Kammer ein Validierungszertifikat aus, das die volle bzw. teilweise Gleichwertigkeit mit dem Referenzberuf bescheinigt.