Zum Hauptinhalt springen

Newsletter »ValiKom Transfer« Ausgabe 01/2021

Unternehmen und Bewertende beurteilen berufliches Validierungsverfahren positiv

Seit fast drei Jahren bieten insgesamt 30 Handwerkskammern, Industrie- und Handelskammern sowie Landwirtschaftskammern im Rahmen des Projekts ValiKom Transfer ein Validierungsverfahren an, mit dem berufliche Kompetenzen in Bezug auf anerkannte Ausbildungsberufe bewertet und zertifiziert werden können. Das Forschungsinstitut für Berufsbildung im Handwerk (FBH) begleitet das Projekt wissenschaftlich und erfasst den Blick aller Beteiligten auf das Verfahren. Dafür wurden unter anderem die Bewertenden und Unternehmen, die Mitarbeitende bei der Teilnahme unterstützt haben, befragt.

Die Bewertenden sind Berufsexpertinnen und -experten, die die Kompetenzen der Teilnehmenden beurteilen. 165 Bewertende haben von Oktober 2020 bis Ende Januar 2021 einen Online-Fragebogen zum Validierungsverfahren ausgefüllt. Um das Können und Wissen der Teilnehmenden beurteilen zu können, benötigen sie als Mindestvoraussetzung einen Berufsabschluss im jeweiligen Berufsfeld. Der überwiegende Teil der befragten Expert/innen ist sogar höherqualifiziert: 48 Prozent sind Meister/in, Techniker/in o. ä. und 29 Prozent haben einen Abschluss als (Technische/r) Betriebswirt/in oder vergleichbar.

 

Mehrheit der Bewertenden besitzt Erfahrung im Prüfungswesen

Die Bewertenden besitzen nicht nur durch ihre eigene Ausbildung gute Voraussetzungen: 91 Prozent sind oder waren als Ausbilder/in tätig und 83 Prozent sind aktuell Mitglied in einem Prüfungsausschuss. Der überwiegende Teil ist also mit der Bewertung beruflicher Kompetenzen vertraut und kennt die Anforderungen, die in der beruflichen Bildung gestellt werden, sehr genau. Trotzdem bietet das Verfahren viel Neues, daher ist die Zusammenarbeit zwischen den Bewertenden und der Kammer für die erfolgreiche Durchführung essentiell. Erfreulicherweise geben 91 Prozent der Bewertenden hier an, dass ihre Kammer sie umfänglich unterstützt.

Die Fremdbewertung, die das Herzstück des Validierungsverfahrens ist, sehen nahezu alle Bewertenden positiv: Über 90 Prozent stimmen eher oder ganz den Aussagen zu, dass die Fremdbewertung zeigt, ob die Teilnehmenden einen Tätigkeitsbereich des Berufs beherrschen und dass die Teilnehmenden die Möglichkeit erhalten zu zeigen, was sie können.

 

Unternehmen sind zufrieden mit dem Validierungsverfahren und der Betreuung durch die Kammern

Vom 30. Oktober 2020 bis 28. Februar 2021 hatten außerdem Unternehmen, die mindestens eine/n Mitarbeitende/n bei der Verfahrensteilnahme unterstützt haben, die Gelegenheit, ihre Erfahrungen im Rahmen einer Befragung mitzuteilen. 75 der 140 angeschrieben Unternehmen haben den Online-Fragebogen ausgefüllt.

Über 90 Prozent sind zufrieden oder sehr zufrieden mit dem Verfahren und mit der Betreuung durch die Kammer. Für diese Zufriedenheit spricht auch, dass viele Unternehmen mehr als eine/n Mitarbeitende/n bei der Teilnahme unterstützt haben.

Der Impuls zur Teilnahme ging häufig von den Unternehmen aus: 56 Prozent haben durch eine Kammer von dem Validierungsverfahren erfahren und Mitarbeitende bei der Teilnahme unterstützt. 27 Prozent der Betriebe wurden durch Mitarbeitende angesprochen, die am Verfahren teilnehmen wollten. 

Aktuelle Einblicke

  • Der Ausbau und die Aktualisierung des Berufsangebots schreiten voran. Validierungen sind nun auch in den Berufen KFZ-Mechatroniker/in und Bodenleger/in möglich. Zu Validierungsverfahren in diesen Berufen beraten die Ansprechpartner/innen der Handwerkskammern.
  • Die Projektkammern beraten Interessierte und bieten auch digitale Informationsveranstaltungen an. Auf der Projektwebseite finden Sie die aktuellen Termine.

Folgen Sie uns auf Instagram und Facebook!