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Impressionen

Am 08. Oktober 2018 wurden die Ergebnisse des Projekts ValiKom der Fachöffentlichkeit vorgestellt. Während der Abschlusstagung Talente sichtbar machen – Validierung als neuer Weg in der Berufsbildung zogen Vertreter und Vertreterinnen des BMBF, von DIHK und DHKT sowie die wissenschaftliche Begleitung nach drei Jahren Projektlaufzeit Bilanz. Rund 200 Teilnehmende interessierten sich für die Erkenntnisse der Erprobung und die daraus abgeleiteten Handlungsempfehlungen. Michaela Padberg, WDR-Journalistin, moderierte die Veranstaltung.

Foto: Westdeutscher Handwerkskammertag | Nils Hasenau
Foto: Westdeutscher Handwerkskammertag | Nils Hasenau

 

Eröffnet wurde die Veranstaltung durch ein gemeinsames Interview mit Kornelia Haugg, Leiterin der Abteilung Allgemeine und berufliche Bildung, Lebenslanges Lernen im Bundesministerium für Bildung und Forschung, Dirk Palige, Deutscher Handwerkskammertag, und Dr. Oliver Heikaus, Deutscher Industrie- und Handelskammertag, die das Projekt initiiert haben. Im Mittelpunkt des Interviews standen Fragen zum aktuellen Stand der Validierung beruflicher Kompetenzen in Deutschland und zu den Perspektiven, die sich aus den Projekterfahrungen ergeben.  

von links: Michaela Padberg, Kornelia Haugg, Dr. Oliver Heikaus, Dirk Palige | Foto: Westdeutscher Handwerkskammertag | Nils Hasenau

 

Vier Handwerkskammern (Dresden, Hannover, München und Oberbayern, Münster) und vier Industrie- und Handelskammern (Halle-Dessau, Köln, München und Oberbayern, Stuttgart) erarbeiteten und erprobten das Verfahren zur Validierung non-formal und informell erworbener Kompetenzen.

Die Projektmitarbeiterinnen Katja Mikus (HWK Hannover) und Dr. Nicolle Breusing (IHK Region Stuttgart) berichteten von ihren Beratungserfahrungen und davon, wie die beruflichen Kompetenzen der Antragstellenden im Verfahren dokumentiert werden. Stefan Michel ermöglichte anschließend einen persönlichen Einblick in das Herzstück des Validierungsverfahrens: die Fremdbewertung. Im Beruf Maler/-in und Lackierer/-in hat er eine Gruppenfremdbewertung verantwortet und umfangreiche Erfahrungen mit der Vorbereitung und Durchführung gesammelt. 

Andreas Oehme (Westdeutscher Handwerkskammertag) erläuterte den letzten Verfahrensschritt: die Zertifizierung. In diesem Kontext zeigte er auf, wie es für die Teilnehmenden nach dem Validierungsverfahren im Hinblick auf ihre berufliche Bildung weitergehen kann.

von links: Michaela Padberg, Dr. Nicolle Breusing, Katja Mikus, Stefan Michel, Andreas Oehme | Foto: Westdeutscher Handwerkskammertag | Nils Hasenau

 

Rolf R. Rehbold (Forschungsinstitut für Berufsbildung im Handwerk) stellte im Anschluss die zentralen Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitung vor. Die Präsentation finden Sie hier.

Rolf R. Rehbold | Foto: Westdeutscher Handwerkskammertag | Nils Hasenau


Nach der Mittagspause konnten sich die Teilnehmenden in fünf parallel stattfindenen Foren detaillierter über das Verfahren und vorhandene Schnittstellen informieren.

Im Forum 1 stellte Dr. Rudolf Bünte (Bundesagentur für Arbeit) verschiedene Instrumente der Kompetenzfeststellung vor und wie diese von der Arbeitsverwaltung eingesetzt werden. Ein weiterer Schwerpunkt war die Frage, wie das Validierungsverfahren als Werkzeug der Arbeitsvermittlung genutzt werden kann. Peter Fischer (Jobcenter Stuttgart) hat Kandidaten und Kandidatinnen für das Validierungsverfahren identifiziert und berichtete von seiner Zusammenarbeit mit Dr. Nicolle Breusing (IHK Region Stuttgart).

von links: Peter Fischer, Dr. Rudolf Bünte | Foto: Westdeutscher Handwerkskammertag | Nils Hasenau

 

Im Forum 2 wurden die Vorteile der Validierung beruflicher Kompetenzen für Arbeitgeber und Beschäftigte diskutiert. Mario Patuzzi (DGB) und Moritz Lohe (BDA) beleuchteten stellvertretend die Interessen und Wünsche der beiden Seiten. Projektmitarbeiterin Katharina Sussek (HWK Dresden) ergänzte die Diskussion, indem sie davon erzählte, wie Arbeitgeber ihre Mitarbeiter/-innen im Verfahren ganz konkret unterstützt haben. 

von links: Moritz Lohe, Katharina Sussek, Mario Patuzzi | Foto: Westdeutscher Handwerkskammertag | Nils Hasenau

 

Mit ihrem Impulsvortrag stellte Katrin Gutschow (Bundesinstitut für Berufsbildung) in Forum 3 vorhandene Instrumente der Kompetenzbilanzierung vor und verdeutlichte, wie diese in den Validierungsprozess eingebracht werden können. Jadranka Leth-Espensen (IHK für München und Oberbayern) berichtete davon, welche Erfahrungen sie mit dem Einsatz des AiKomPass im Validierungsverfahren gesammelt hat.

Katrin Gutschow | Foto: Westdeutscher Handwerkskammertag | Nils Hasenau

 

Forum 4 widmete sich der Frage, wie die Zusammenarbeit zwischen externen Beratungsstellen und Kammern aussehen sollte, damit ein reibungsloser Übergang in Validierungsverfahren bewerkstelligt werden kann. Dr. Kathrin Rheinländer (IHK Halle-Dessau) und Dr. Heike Schneider (Landesnetzwerk IQ Thüringen) erklärten anhand ihrer praktischen Erfahrungen, wie dies gelingen kann.

Dr. Heike Schneider, Dr. Kathrin Rheinländer | Foto: Westdeutscher Handwerkskammertag | Nils Hasenau

 

Teilnehmende, die sich tiefergehend für das Validierungsverfahren interessierten, konnten sich in Forum 5 durch die Praxisberichte von Sieglinde Schärl (Projektmitarbeiterin der HWK für München und Oberbayern), Katja Mikus (Projektmitarbeiterin der HWK Hannover), Stefan Michel (Bewerter im Verfahren), Luciano Granato (Teilnehmer) und Jörg Lindemann (Fliesenlegermeister & Arbeitgeber) über die Umsetzung des Verfahrens informieren.

von links: Michaela Padberg, Luciano Granato, Jörg Lindemann, Stefan Michel, Sieglinde Schärl, Katja Mikus | Foto: Westdeutscher Handwerkskammertag | Nils Hasenau

 

Im Anschluss an die Foren gaben Projektvertreterinnen und -vertreter einen kurzen Einblick in das jeweilige Forum, das sie besucht hatten und berichteten über die jeweiligen Schwerpunkte, die diskutiert wurden.

von links: Michaela Padberg, Dr. Nicolle Breusing, Andreas Oehme, Laura Leisch, Dr. Kathrin Rheinländer, Meike Landwehr | Foto: Westdeutscher Handwerkskammertag | Nils Hasena

 

Zum Abschluss der Veranstaltung ermöglichte Peter Thiele (Bundesministerium für Bildung und Forschung) einen Einblick in das Folgeprojekt ValiKom Transfer, mit dem bundesweit weitere Kammerstandorte aufgebaut werden, die für ausgewählte duale Ausbildungsabschlüsse Validierungsverfahren anbieten werden. Alle Informationen zu ValiKom Transfer sind ab November 2018 unter www.validierungsverfahren.de abrufbar.

Peter Thiele | Foto: Westdeutscher Handwerkskammertag | Nils Hasenau